One Two
« November 2017 »
November
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930
 
Sie sind hier: Startseite Forschung

Forschungsgebiete

Kälteanpassungsmechanismen bakterieller Zellmembranen

  

Antibiotikaresistenzen von Bakterienisolaten aus Kuhrohmilch

  

Kälteanpassungsmechanismen bakterieller Zellmembranen

 

Zur Wirtschaftsoptimierung werden in  der  Lebensmittelindustrie Produkte versucht immer länger haltbar zu machen. Dazu zählen auch Kühlungs- bzw. Gefriertechniken.  Einige für den Menschen pathogene Mikroorganismen finden bei diesen Temperaturen nicht mehr ihre optimalen Wachstumsbedingungen vor und sterben zum Teil ab. Jedoch gibt es psychrophile bzw. psychrotolerante Bakterien, die aufgrund der Umwelt- und Klimabedingungen, die auf der Erde vorherrschen, sich evolutiv an diese kalten Temperaturen angepasst haben. Diese kälteadaptierten Bakterien besitzen zum Teil ihr Optimum bei kühlschrankähnlichen Bedingungen. Gelangen diese Bakterien durch Lebensmittelbestandteile in das Produkt, finden sie ein nährstoffreiches Biotop vor, indem sie sich gut vermehren können. Zu diesen psychrophilen bzw. psychrotoleranten Bakterien zählen unter anderem die Gattungen Listeria, Clostidium, Yersinia und einige Bacillus-Stämme, die für den Menschen pathogen sein können.  Somit ist es zum einem für die Industrie und zum anderen für die Lebenswissenschaften die Kälteadaption wichtig zu verstehen.

Rodac TSA 3.jpgMit diesem Forschungsprojekt werden die Kälteanpassungsmechanismen der psychrophilen bzw. psychrotoleranten Bakterien näher untersucht. Die laufende Forschung hat herausgefunden, dass die Fettsäuren der Zellmembran eine Rolle in der Kälteanpassung spielen und sich somit das Fettsäuremuster bei niedrigeren Temperaturen qualitativ und quantitativ verändert.  Jedoch gibt es Bakteriengruppen, die dieses Anpassungsmechanismus nicht aufweisen. Daher müssen andere Mechanismen gezeigt und aufgeklärt werden. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den lipophilen Bestandteilen der Zellmembran.

Als Keimquellen  dienen einerseits Oberflächen, die mit Lebensmittel regelmäßig in Berührung kommen. Als Beispiel seien hier Kühlschranktüren und  –wände genannt.  Zum anderen werden aus ausgewählten Lebensmitteln, die als Habitat für kälteresistente Mikroorganismen dienen, psychrophile bzw. psychrotolerante Bakterien isoliert. 

  

Antibiotikaresistenzen von Bakterienisolaten aus Kuhrohmilch

 

Mastitis ist eine der Krankheiten von Milchkühen, gegen die in der Viehwirtschaft am Häufigsten Antibiotika eingesetzt werden. Für Landwirte ist eine solche Erkrankung von immenser Bedeutung, da sie direkte milchwirtschaftliche Folgen nach sich zieht. Die entnommene Milch muss verworfen werden und kann weder während der akuten Erkrankung, noch währen einer Antibiotikabehandlung verkauft werden. Noch größeren Schaden richten pathogene Keime an, die gegen das eingesetzte Antibiotikum resistent sind. Es kommt zu einer Verzögerung der Heilung und damit zu weiteren finanziellen Ausfällen für den Landwirt.

Eine klinische Mastitis kann von verschiedenen Erregern ausgelöst werden. Die Hauptverursacher sind Staphylococcus aureus, Streptococcus agalactiae, Streptococcus dysagalactiae, Streptococcus uberis, Mycoplasma bovis, Escherichia coli, Enterobacter spp. und Klebsiella spp. .

Eine Antibiotikabehandlung der Kühe übt einen Selektionsdruck auf die Populationen der Mikroorganismen aus, dem sie durch die Weitergabe von Resistenzgenen gegen diese Antibiotika entgehen können.

In diesem Projekt werden die potentiellen Mastitiserreger aus Kuhrohmilch isoliert. Durch sowohl klassisch kulturelle Verfahren, als auch Sequenzierungen der RNA und Fettsäureanalysen werden die Spezies bestimmt. Die Keime werden mithilfe des Agardiffusionstests und der Mikrodilution auf ihr Resistenzverhalten gegen 13 in der Mastitisbehandlung übliche Antibiotika geprüft.

Artikelaktionen